Rundbrief Nr. 30 (April 2007)

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Editorial

 Liebe Leserinnen und Leser,

eine neue Ausgabe des Lektorenrundbriefs im einfachen Gewande voller Informationen zum „Eingemachten“ aus der Lektorenküche: Gabriela Schmidt hat einige Neuerscheinungen auf dem Lehrbuchmarkt ausgewählt, die uns bemerkenswert erscheinen, und erlaubt in Interviews mit den Autoren einen Blick hinter die Kulissen des Lehrbuchschreibens; Angelika Werner von der Dokkyô-Universität beschreibt, was bei der Einrichtung eines TestDaF-Zentrums zu berücksichtigen ist; Guido Oebel informiert über die WiDaF-Prüfung, die Deutschlerner ab sofort an der Universität Saga ablegen können. Den didaktischen Schwerpunkt bildet der anregende Unterrichtsvorschlag zum Thema „Mülltrennung“ von Christiane Radermacher.

Deutsch-land und Japans Geschichte trägt teilweise Züge einer Schicksalsgemeinschaft, wie Till Weber in seiner Rezension bemerkt. Und das Deutschlandjahr hat doch einige Spuren hinterlassen: Christine Kühn kündigt das Erscheinen ihres Buchs zur Suche nach deutschen Spuren in Japan an, die damit hoffentlich nicht beendet ist.Die deutsch-japanische Initiative doitsunet.com zeigt, dass das Interesse an Begegnung mit deutschsprachiger Kultur in Japan keineswegs nachlässt. Wir hoffen, dass Sie in diesen und den anderen Artikeln zahlreiche Anregungen finden.

Nach mehreren Jahren der regen Teilnahme an unserer Redaktionsarbeit verlässt uns Elke Hayashi-Mähner, um sich mehr anderen Aufgaben widmen zu können. Wir bedanken uns hiermit sehr herzlich für ihre langjährige und engagierte Mitarbeit als Redakteurin und Setzerin.

Die Redaktion

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Fokus – Bei LehrbuchautorInnen nachgefragt

Neuerscheinungen im Frühjahr 2007 auf dem japanischen Lehrbuchmarkt

Auf dem japanischen Lehrbuchmarkt finden sich bei den Neuerscheinungen Besonderheiten, die hier durch Autoreninterviews näher vorgestellt werden sollen, um einen Einblick in deren Entstehung zu erhalten. Es sollen damit auch Tipps von routinierten Autoren weitergegeben werden, um künftige LehrbuchautorInnen dazu zu motivieren, eigene Ideen in einem Lehrbuch umzusetzen.

Von den ersten Erfahrungen zum zweiten Anlauf

Von ihren ersten Erfahrungen als Lehrbuchautorin berichtet Gisela Doi Folgendes:
„Ich hatte schon einige Jahre als Deutschlehrerin gearbeitet und dabei festgestellt, dass man bei den Lehrbüchern, die auf dem Markt sind, meistens Zugeständnisse machen muss. Sie sind nicht für alle Lehrer/Klassen passend. Deshalb habe ich zusammen mit einem japanischen Kollegen von der Doshisha 1997 ein eigenes Lehrbuch gemacht. Bei dieser Arbeit ist mir vieles über die Schwierigkeiten beim Erstellen eines idealen Lehrbuchs klargeworden. Wir hatten damals die Arbeit am Buch aufgeteilt: mein Teil war es, Dialoge und Texte zu schreiben sowie Übungen zu entwerfen – der Teil meines japanischen Kollegen war es, den Grammatikteil zu schreiben und Übungen fertig auszuarbeiten.

Wir hatten uns da nur wenig reingeredet, eigentlich nur ermuntert und positiv aufgebaut. Vom Konzept her, das uns der Verlag nahelegte, sollten wir in jedem Kapitel Dialoge und Lesestücke bringen, sodass das Buch sowohl von einem Native speaker als auch von japanischen Deutschlehrern gleichermaßen benutzt werden konnte. Die Zusammenarbeit mit dem Redakteur des Verlages war nicht unbedingt optimal, er hat uns bei wichtigen Teilen sehr viel reingeredet und Forderungen gestellt, auf die wir eigentlich nicht eingehen wollten, weil wir unsere eigenen Ideen hatten. So wurden wir nach und nach immer mehr von unseren Ideen weg zu anderen Ideen hingepuscht. Selbst unser tolles Foto, das wir für die Titelseite vorbereitet hatten, wurde zurückgewiesen, und ein völlig langweiliges vom Münchner Marienplatz benutzt (wir hatten beide gar nichts mit München zu tun, selbst wenn das auch eine schöne Stadt ist....), sodass ich nach der Fertigstellung des Buches dachte: Nie mehr ein Lehrbuch machen!

Dass ich dann fast 10 Jahre später doch wieder an einem Lehrbuch saß, hatte damit zu tun, dass derselbe Verlag mir angeboten hatte, ein neues Buch zu verlegen, in dem wir unsere Erfahrungen als Deutschlehrer einfließen lassen sollten. Bei der Vorbesprechung mit dem Verlag hatten wir das gute Gefühl, dass wir ganz eigenständig unsere Ideen verwirklichen konnten.“

  „Ich werd dir helfen!“

Es handelt sich hierbei um das durchgehend illustrierte Lehrbuch „Ich werd dir helfen!“ das von Christian Boldt, Gisela Doi und Yasuo Takenaka verfasst wurde und bei Ikubundo erschienen ist (2500 Yen mit CD). Das Lehrbuch ist durchgängig als Comic (Manga) illustriert mit einer Geschichte von Günter und seinen Freunden in 10 Kapiteln für den Anfängerunterricht Deutsch in Japan für das erste Studienjahr. Es enthält auch einen Grammatikteil, eine Liste der unregelmäßigen Verben und eine Vokabelliste deutsch-japanisch.

Herr Boldt, wie kam es zu der Idee für dieses Lehrbuch?
CB: Wir hatten lange mit Lehrbüchern der Reihe „Szenen“ gearbeitet, die wir wegen der einfachen, kurzen Musterdialoge und des klaren Aufbaus sehr schätzen. Nur fehlt bei den Dialogen manchmal der Kontext, und man fragt sich, in welcher Situation eigentlich das betreffende Gespräch zustande kommt. Außerdem beginnen manche Dialoge unnatürlich oder sind überhaupt ganz aus der Luft gegriffen. Aus der kritischen Auseinandersetzung mit „Szenen“ entstand die Idee, das gesprochene Deutsch noch natürlicher zu gestalten, die sprechenden Köpfe um Hintergründe zu ergänzen und die einzelnen Dialoge in eine Geschichte einzubetten, so dass ein durchgehender Kontext vorhanden wäre, visuell gut unterstützt und daher leicht verständlich. Es lag nahe, das Buch mit einer Party zu eröffnen, wo man ja sehr ungezwungen redet und einfach Leute kennenlernt. An diese erste Situation mussten wir nur noch so natürlich und logisch wie möglich anknüpfen.

Wie hat sich das Autorenteam gefunden?
CB: Durch die gemeinsame Arbeit an der Frauenuniversität Kyoto.

Wie war es möglich, die Grammatik für ein Studienjahr und die Geschichte zu koordinieren?
CB: Das war eine der großen Schwierigkeiten des Projekts. Grundlegende Grammatik zu vermitteln und zugleich natürliches Deutsch zu sprechen, ist schwer genug zu vereinbaren. Auf einigen Umwegen sind wir zur jetzt vorliegenden Geschichte gelangt, die sicher nicht vollkommen ist, aber einen Ausgangspunkt bildet. Wir hoffen, das Konzept in folgenden Auflagen verfeinern zu können.

War es schwierig, einen Verlag für diese Idee zu gewinnen?
CB: Nein. Gisela Doi hatte bereits ein Buch bei Ikubundo veröffentlicht, und dieser Verlag war von Anfang an sehr aufgeschlossen und hat uns bei der Realisierung nicht reingeredet.

Wie lange hat es von der Idee bis zur Drucklegung gedauert?
Gab es dabei auch kritische Zeiten? CB: Mit längeren Unterbrechungen, bedingt durch andere Verpflichtungen, waren wir ungefähr zwei Jahre beschäftigt und hatten uns dabei auch kräftig in der Wolle.

Gibt es etwas, was für Sie wichtig war, das ich in den Fragen noch nicht berücksichtigt habe?
CB: Wir wollten aufräumen mit unrealistischen Lehrbuch-Dialogen und fixen Ideen, die sich hartnäckig im Umlauf halten, wie z. B. Fragen nach dem Beruf der Eltern oder ausgeschriebene Seitenzahlen. Und wir wollten keine vermeintlich typischen Deutschen als Figuren haben. Allzu oft wird in Lehrbüchern versucht, deutsche Normalität darzustellen, und das mündet regelmäßig in Banalität. Der rüde Ton in einem 24-Stunden-Imbiss kann erfrischend wirken, glauben wir.

Wenn jemand eine Idee für ein Lehrbuch hätte, was würden Sie ihm oder ihr als Ratschlag mitgeben?
CB: Stellen Sie sich immer ganz konkret vor, wie Lerner und Lehrer mit Ihrem Buch im Unterricht arbeiten würden, ob es ihnen leicht oder schwer fiele, ob es interessant oder langweilig wäre. So findet man schnell konzeptionelle Fehler. Wichtig finde ich, dass keine weitschweifigen Erklärungen - weder mündlich noch schriftlich - nötig sind, um die Übungen in Angriff nehmen zu können. So gewinnt der Unterricht an Fahrt. Im Idealfall erklärt sich das Buch von selbst.
Vielen Dank für das Interview!

„Deutsch mit D-POP“

Bei den Neuerscheinungen fiel auch das Lehrbuch „Deutsch mit D-POP“ auf, das von Yasushi Suzuki, Kazunori Hosaka, Mitsuo Nakamura, Hisahiro Hayashi verfasst wurde und bei Dogakusha (2500 Yen) erschienen ist. Es ist als Lehrbuch für den Anfängerunterricht Deutsch in Japan für das erste Studienjahr konzipiert. Jedes der 14 Kapitel enthält ein Lied und die entsprechende Grammatik dazu. Herr Yasushi SUZUKI von der Universität Aichi hat freundlicherweise in dem folgenden Interview als Initiator und Autor über das Zustandekommen des neuen Buches Auskunft gegeben:

Wie kam es zu der Idee für dieses Lehrbuch?
YS: Wie Sie wissen, unterrichten wir japanischen Germanisten hauptsächlich Deutsch für japanische Studenten auf Anfängerniveau, denn erst an der Universität lernen Japaner Deutsch als zweite Fremdsprache. Seit fünfzehn Jahren benutze ich dabei deutsche Pop- und Rocktexte. Sie gefallen japanischen Studenten sehr sehr gut. Deshalb ist mir die Idee gekommen, ein Deutschlehrbuch mit deutschen Pop-Texten für japanische Studenten zu schreiben, damit sie mehr Spaß am Deutschlernen haben.

Wie hat sich das Autorenteam gefunden?
YS: Herrn Hosaka, der großes Interesse an Musik hat, kenne ich schon lange. Als Lehrbeauftragter unterrichtet er Deutsch an meiner Universität. Da haben wir viel Gelegenheit, uns über deutsche Pop-Musik zu unterhalten. Die jungen Kollegen, Herrn Nakamura und Herrn Hayashi, habe ich vor zwei Jahren auf dem Empfang bei der wissenschaftlichen Tagung für Germanistik in Nagoya kennen gelernt. Dabei habe ich erfahren, dass sie sich auch sehr für deutsche Pop-Musik interessieren. Deshalb habe ich mich entschlossen, zusammen mit ihnen ein Deutschlehrbuch zum Thema D-Pop zu schreiben.

Es war sicherlich sehr schwierig die Lieder auszuwählen und mit der Grammatik für ein Studienjahr zu koordinieren?
YS: Es war sehr schwierig, passende Lieder zu finden, nämlich solche Lieder, die die Grammatik für das erste Studienjahr beinhalten und gleichzeitig den japanischen Studenten voraussichtlich gefallen. Wir haben noch keine Lieder gefunden, die als Übung z. B. für das Passiv, die Deklination des Nomens usw. passend sind. – Kennen Sie solche deutschen Lieder? Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie oder Ihre KollegInnen mir da weiterhelfen könnten.  

War es schwierig, einen Verlag für diese Idee zu gewinnen?
YS: Für uns war es aufgrund der bestehenden Urheberechte am schwierigsten, die Erlaubnis, die Songtexte in unserem Lehrbuch benutzen zu dürfen, zu erhalten. Wir mussten Urheberrechtgebühren bezahlen. Deshalb war es nicht leicht, einen Verlag für diese Idee zu gewinnen, weil unser Lehrbuch dadurch etwas kostspieliger wurde. Wir hatten Glück, dass der Verlag Dogakusha schließlich den Druck übernommen hat.  

Wie lange hat es von der Idee für das Buchr bis zur Drucklegung gedauert? Gab es dabei auch kritische Zeiten?
YS: Ungefähr zwei Jahre. Wie schon gesagt, haben wir brieflich um Genehmigung gebeten, Songtexte im Lehrbuch benutzen zu dürfen. Bei mehreren Liedern haben wir sehr lange keine Antwort bekommen. Deshalb mussten wir ein paar schöne Lieder aufgeben.

Gibt es etwas, was für Sie und die anderen Autoren wichtig war, das ich in den Fragen noch nicht berücksichtigt habe?
YS: Das Urheberrecht!


Ist das der Grund, warum dem Buch keine Kassette oder CD mitgegeben wurde? Wäre das dann nicht mehr realisierbar gewesen?
YS: Ja, genau.  

Möchten Sie noch eine „message“ für das Buch mitgeben?
YS: Das Ziel unseres Lehrbuches besteht darin, dass japanische Studenten mit Interesse und Motivation Deutsch lernen sollen. Während es in Japan einige Englisch-Lehrbücher mit amerikanischen und englischen Pop-Texten gibt, hatten wir noch kein solches Deutsch-Lehrbuch. Deshalb würden wir uns sehr freuen, wenn dieses Lehrbuch die Motivation japanischer Studenten sich über den D-Pop für die deutsche Sprache und Deutschland zu interessieren, steigern würde.

Herr Suzuki, wir danken Ihnen ganz herzlich für das Interview!

Wenn Sie Interesse an einem Meinungsaustausch über D-P0P im Deutsch-Unterricht haben, können Sie sich gern an Herrn Suzuki direkt wenden: Yasushi Suzuki (ysuzuki(at)vega.aichi-u.ac.jp)

 „Uni-Platz“

Abgerundet werden die Autoreninterviews durch Mechthild Duppel-Takayama, die schon bei einigen Lehrwerken („kennzeichen.de“ und „Projekte“) mitgewirkt hatte und auch bei den Neuerscheinungen zusammen mit Uta Itakura das neue Lehrbuch „Uni-Platz“, erschienen bei Dogakusha (2500 Yen mit CD), ausgearbeitet hat. Es wirkt zwar auf den ersten Blick konventionell, hat aber beim genaueren Betrachten ein eigenes, durchgängiges Konzept.

Wie kam es zu der Idee für das Lehrbuch „Uni-Platz“?
MD: Die Initiatorin war Uta Itakura. Wir hatten ja schon bei Projekte zusammen gearbeitet, das für fort-geschrittene Anfänger konzipiert ist. Die Verlage bevorzugen aber eher Lehrbücher für echte Anfänger, weil der Markt dafür größer ist. Und Uta wollte auch gerne einmal ihre Lehr-buch-Vorstellungen verwirklichen, also ein Buch veröffentlichen, das ihrem Vorgehen im Unterricht ent-spricht: nämlich in jeder Lektion zuerst kompakt die Grammatik einzuführen und danach ent-sprechende Übungen zu machen. Dabei wollten wir möglichst ausgewogen alle vier Fertigkeiten berücksichtigen, d. h. neben Dialogübungen auch kurze Lese- und Hörtexte anbieten und Vorschläge für Schreibaufgaben. Ein „Allround- Buch“ für Anfänger – das war die Ausgangsidee.

Ist es anders mit einem rein deutschsprachigen Autorenteam (kennzeichen.de), mit einem japanisch- deutschen Autorenteam (Projekte) zu arbeiten bzw. mit einem großen und einem kleinen Autorenteam?
MD: Auch bei kennzeichen.de waren wir eine binationale Autorengruppe. Mit einem Team nur von Muttersprachlern habe ich deshalb im Lehrbuchbereich keine Erfahrung. Ich stelle mir aber vor, dass dabei die Kommunikation mit dem Verlag schwieriger ist, und vor allem könnte die Gefahr bestehen, dass man an der japanischen Zielgruppe „vorbeiarbeitet“. Die Diskussionen in unseren Gruppen habe ich immer als sehr bereichernd empfunden. Was die Größe des Teams betrifft: Je mehr Personen, desto mehr Meinungen, und das verlangsamt das Arbeitstempo. Aber natürlich haben mehr Personen auch mehr Ideen, und beim Verteilen der Aufgaben lassen sich persönliche Vorlieben eher berücksichtigen als bei einem Zweierteam.  

War es schwierig, einen Verlag für dieses Lehrbuch „Uni-Platz“ zu gewinnen?
MD: Nein, die Verbindung zu Dogakusha bestand durch Projekte. Wie lange hat es von der Idee bis zur Drucklegung gedauert? Gab es dabei auch kritische Zeiten? MD: Uni-Platz haben wir, glaube ich, in Rekordzeit geschrieben. Die ersten Gespräche mit dem Verlag hatten wir im Herbst 2005, und damals meinte unser Redakteur, Herr Namisato, ein Erscheinen Anfang 2007 würde am besten in die Verlagsplanung passen. Dafür musste das Manuskript bis zum Frühsommer 2006 vorliegen. Wir haben deshalb ganz konsequent gearbeitet und mit ihm von Anfang an regelmäßig Teile des Manuskripts besprochen. Diese enge Zusammenarbeit mit dem Redakteur war eine große Hilfe. Anfang Mai 2006, nach gut acht Monaten, waren Manuskript und Layoutentwurf fertig, und wir konnten mit der „Feinarbeit“ beginnen, also der Entscheidung über Illustrationen und Fotos. Zum Glück hatten wir nun noch genug Zeit, um der Illustratorin in Deutschland Änderungswünsche zu melden – und selbst in Deutschland passende Fotos aufzunehmen. Erst nachdem das Buch im Herbst gedruckt vorlag, wurde die CD produziert, und wir stellten noch ein Begleitheft zusammen. All das ist nun rechtzeitig zum Beginn des Studienjahres im Verkauf, eineinhalb Jahre nach der „Idee“.
Bei Uni-Platz gab es keine kritische Zeit, bestimmt deshalb, weil Uta Itakura und ich eine ähnliche Arbeitsweise haben und wir uns in Grundsatzfragen immer schnell einigen konnten; und wir wurden sehr umsichtig und professionell vom Verlagsredakteur begleitet. Auch die Arbeit an kennzeichen.de und Projekte verlief „krisenfrei“, obwohl sie jeweils etwas länger als geplant dauerte. Aber das lässt sich in einem größeren Team – und mit nicht so strenger Zeitvorgabe – wohl nicht vermeiden.

Was würdest du dir und dem Autorenteam für die Rezeption des Buches wünschen?
MD: Ich hoffe, dass der vielleicht zunächst konservativ erscheinende Zugang über die Grammatikvermittlung als Möglichkeit erkannt wird, den Lernerfahrungen der Studierenden entgegenzukommen. Und ich würde mich auch freuen, wenn die gute Stimmung bei der CD-Aufnahme „rüberkommt“!  

Ist das Buch eher für eine(n) deutschsprachige(n) Deutschlehrer(in) oder für eine(n) japanische(n) Deutschlehrer(in) gedacht?
MD: Die Arbeitsanweisungen und die Grammatikerklärungen haben wir nur auf Japanisch geschrieben, japanische Lesekenntnisse sind deshalb hilfreich, aber nicht unabdingbar, vieles erklärt sich von selbst. Wir wollten mit unserem Konzept grundsätzlich alle Lehrenden ansprechen, die eine Anfängergruppe alleine unterrichten. kennzeichen.de mit seinem Schwerpunkt auf Lesetexten wird, soweit ich weiß, mehr von japanischen Kollegen eingesetzt. Projekte dagegen kommt noch stärker dem kommunikativen Ansatz in Kursen von Muttersprachlern entgegen; ich zumindest verwende es sehr gerne im Konversationskurs für Ninen-sei.

Gibt es etwas, was für dich (für euch) wichtig war, das ich in den Fragen noch nicht berücksichtigt habe?
MD: Speziell Lehrbücher für Anfänger haben eine relativ kurze „Lebensdauer“, auch hier fordert der japanische Markt ein großes Angebot von oft sehr ähnlichen Produkten und eine schnell wechselnde Modellpalette. Die Hoffnung auf einen Lehrbuchklassiker oder einen Bestseller sollte man also nicht hegen; zwei, drei Auflagen sind die Regel. Und da sich das Honorar an den Verkaufszahlen orientiert, lässt sich mit einem Lehrbuch auch kaum viel verdienen.  

Wenn jemand eine Idee für ein Lehrbuch hätte, was würdest du ihm oder ihr als Ratschlag mitgeben?
MD: Frühzeitig Kontakt mit einem Verlag aufnehmen! Dort sind die Experten, die einschätzen können, ob die Idee – vielleicht mit Modifizierungen - verkaufbar ist.

Vielen Dank für das Interview!  

Maria Gabriela Schmidt

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Überlegungen zum TestDaF

Lizenz: Seit Juni 2006 kann man an der Dokkyo Universität bei Tokyo jeweils im Juni und im November die TestDaF-Prüfung ablegen (http://www.dokkyo.ac.jp/goken/testdaf/index.html). Die Abteilung für Deutsche Sprache und Kultur der Dokkyo Universität ist im Moment der einzige Ort in Japan, der die Lizenz des TestDaF-Instituts in Hagen besitzt und diese Prüfung anbieten darf (siehe URL: http://www.testdaf.de/). Für eine Lizensierung muss ein detaillierter Antrag beim TestDaF-Institut (s. HP) gestellt werden. Wichtig hierfür ist m. E., einen oder zwei Verantwortliche (ein Deutsch-Muttersprachler, ein Japanisch-Muttersprachler wie an der Dokkyo ist m. E. ideal) in der Institution zu finden sowie d i e verantwortliche Abteilung oder Fakultät zu bestimmen, die die Angelegenheit der Univerwaltung gegenüber vertritt, sich um den Ablauf kümmert und auch Ansprechpartner nach außen ist. Ich möchte im Folgenden lediglich auf einige Besonderheiten und Punkte der Durchführung eingehen, da ich denke, dass der TestDaF mittlerweile unter den deutschsprachigen Lektoren in Japan bekannt ist.

Der Test besteht aus vier Teilen (Hörverstehen, Leseverstehen, Schriftlicher Ausdruck, Mündlicher Ausdruck), die unterschiedlich lang sind und getrennt bewertet, also auch im Zeugnis getrennt aufgeführt werden. Es gibt keine Gesamtnote! Entgegen meiner Erwartung fällt den Japanern der Schriftliche Ausdruck am schwersten, besser gesagt, in der weltweit einheitlichen Bewertung schneiden sie bei den Noten nicht so gut ab. Subjektiv wird von den Teilnehmern eher der Mündliche Ausdruck als schwer bezeichnet. Dabei müssen die TN Antworten auf Fragen oder Probleme eines Partners, den sie per Kopfhörer hören, auf Tonträger (MP3 oder andere, je nach Ausstattung des Prüfungsortes) sprechen. Es geht dabei weniger um grammatische Richtigkeit als um das Erkennen und Lösen eines Problems. Für die Durchführung des Testteils Mündlicher Ausdruck mit Hilfe der technischen Ausstattung der Uni sollte man dringend eine(n) technisch versierte(n) gut japanisch sprechende(n) KollegIn dabeihaben, um evtl. auftretende Probleme umgehend lösen zu können, da der Ablauf nicht unterbrochen werden kann und sonst die gesamte Prüfung beim nächsten Termin wiederholt werden muss. 

Die Teilnehmer am Test kamen bei den zwei bisherigen Prüfungen an der Dokkyo aus ganz Japan, vorwiegend aber aus Kanto, was auf Grund der Bevölkerungsdichte nicht verwunderlich ist. An der Prüfung kann jeder teilnehmen, der den geforderten Betrag überweist, das Anmeldeformular ausfüllt und die Bedingungen mit seiner Unterschrift anerkennt, ein gültiges Ausweispapier vorlegt und zum Test erscheint. Wir hatten je um die 15 TN, grob die Hälfte von ihnen waren Studenten, jeweils 4-5 von der Dokkyo. Da der Test mindestens vier Stunden dauert, achten wir darauf, dass die Prüfung spätestens um 19 Uhr zu Ende ist, damit die TN noch am selben Tag nach Hause fahren (fliegen) können.

Die Anmeldung der TN erfolgt über einen mit Passwort gesicherten Internet-Zugang durch die Verantwortlichen. Sie tragen die Daten in der freigeschalteten Anmeldungszeit direkt von den schriftlich per Post einzureichenden Anmeldebogen (Download des Formulars aus dem Internet) online ein. Die TN erhalten dann eine Zulassung vom TestDaF-Institut. Dies ist im Grunde einfach, wird allerdings bei einer hohen TNzahl sehr zeitaufwändig. Oft fehlen auf dem Anmeldebogen wichtige Angaben oder sie sind falsch, was Nachfragen notwendig macht. Nicht zuletzt wollen TN wieder abgemeldet werden, Anmeldegebühren müssen ggf. rückerstattet werden, Adressen ändern sich usw. Der Arbeitsaufwand für die begleitenden Arbeiten wächst mit der TNzahl erheblich und ist oft nur von den Deutsch oder Japanisch sprechenden Verantwortlichen selbst zu leisten. Die online-Anmeldezeit schließt pünktlich um 23.59 Uhr deutscher Zeit am festgelegten Tag. Deshalb kürzen wir die Anmeldezeit in Japan etwas, besonders wenn sie mit einem Wochenende abschließt, damit das Eingehen des Geldes auf das Konto überprüft werden kann.

Die Kosten für den Test sind weltweit vom TestDaF-Institut festgelegt, Japan hat ab 2007 einen Satz von 150 Euro pro Prüfung, das sind beim momentan steigenden Euro ca. 24 000 Yen. Davon bleiben 45 Euro beim Prüfungszentrum, um alle Kosten zu bestreiten, also Miete der Räume (wenn die Uni sie nicht unentgeltlich zur Verfügung stellt), Bezahlung der Aufsichtspersonen, Kosten für den Versand von Zulassungsbriefen und Zeugnissen, für Rückfragen bei Unstimmigkeiten oder unvollständigen Anträgen, Überweisungsgebühren etc. Da die meisten Teilnehmer von außerhalb kommen, musste ein Konto eingerichtet werden, das von den Verantwortlichen bei der Anmeldung eingesehen werden kann, um die schriftlichen Anmeldungen mit den eingegangenen Überweisungen abzugleichen. Die Kontoeinrichtung könnte schwierig werden, wenn Institute und Universitäten sehr bürokratisch vorgehen.

Zur Vorbereitung gibt es auf der TestDaF-Homepage Modellsätze, im Buchhandel CDs und schriftliches Material, den Onlinekurs DUO usw. An der Dokkyo stehen die Vorbereitungsmaterialien zum Selbstlernen im AV-Center zur Verfügung, auch meine privaten Bücher sind stets an Studenten verliehen. Überdies bietet die Dokkyo ab Mai 2007 einen für alle potentiellen TN offenen Vorbereitungskurs an (über die Einzelheiten erkundigen Sie sich bitte direkt bei mir oder auf der TestDaF-Homepage der Dokkyo). Das TestDaF-Institut bietet den Zentren auch kostenlose Erprobungen an, sog. Pre-Tests, an denen sich die Studenten schon mal unter Realbedingungen messen können. Die Dokkyo konnte bisher aus Termingründen nicht daran teilnehmen, möchte dies aber bei nächster Gelegenheit gerne tun.

Abschließend lässt sich sagen: Wer mit dem Gedanken spielt, den TestDaF an der eigenen Uni einzuführen, sollte sich überlegen, was es den eigenen Studenten bringt und klären, ob die Univerwaltung den Aufwand auch mitträgt, sei es aus Werbe- oder Renommeegründen. Nach Übereinkunft der Rektorenkonferenz müssen alle Hochschulen in Deutschland das TestDaF-Ergebnis mit der zweitbesten Note, also 4 (bei einer Bewertungsskala von 1-5), als Nachweis ausreichender Sprachkenntnisse für die Aufnahme eines Fachstudiums akzeptieren. Bei vielen deutschen Hochschulen genügen in einigen Fächern auch darunter liegende Werte. Der TestDaF bezieht sich auf die Niveaustufen des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens und ist darüber hinaus (wie auch die GI-Prüfungen) eine weltweit gleich durchgeführte, wissenschaftlich evaluierte und zentral bewertete Deutsch-Prüfung. Dies kann die Motivation am Deutschlernen und an einer Testteilnahme bei den ernsthaften Studenten an der eigenen Uni wesentlich erhöhen.

Doch: Der TestDaF ist ein Test für Studenten, die in Deutschland ins reguläre Studium einsteigen oder einen Hochschulabschluss machen möchten. Die Prüfung ist schwer, und nur wenige undergraduate Studenten sind in der Lage, ein akzeptables Ergebnis zu erreichen. Weiterhin ermöglichen immer mehr internationale Partnerverträge der Hochschulen einen Studentenaustausch o h n e Deutschqualifikation (TestDaF oder DSH). Da einige TestDaF-Absolventen Nicht-Studenten sind, kann man annehmen, dass der TestDaF auch als allgemeine Deutschqualifikation eine Rolle spielt (s.a. TestDaF-Homepage).
Nach einem Jahr und zwei Prüfungen ist es zu früh ein Fazit zu ziehen. Eventuell wird die TNzahl zunehmen. Schon jetzt ist die Zahl der Japaner, die den TestDaF abgelegt haben, nach TestDaF-institutsinternen Zahlen weit höher als die Zahl der TN in Japan.

Bitte wenden Sie sich mit Fragen oder Anregungen per E-Mail an mich als Prüfungsbeauftragte für den TestDaF: angelika(at)dokkyo.ac.jp

Test DaF http://www.testdaf.de/

Test DaF in Japan http://www.dokkyo.ac.jp/goken/testdaf/index.html  

Angelika Werner

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Universität Saga erstes WiDaF-Testzentrum in Japan

Nachdem die Uni Saga ihr TestDaF-Engagement nach knapp fünf Jahren (2001-2006) eingestellt hat, können Interessierte dort ab sofort den Sprachtest WiDaF (Deutsch als Fremdsprache in der Wirtschaft) ablegen. 

Was ist WiDaF? Dieses Testformat richtet sich an Studierende und Berufstätige und gibt Auskunft über deren Befähigung, die deutsche Sprache im Berufs- und Wirtschaftsleben anzuwenden. Welche Bedeutung japanische bzw. deutsche Unternehmen in Japan dieser Zusatzqualifikation beimessen, entzieht sich meiner Kenntnis, jedoch ist es in der Tat für uns Deutschlehrende wünschenswert, dass auch japanische Bewerber berufsspezifische Deutschkenntnisse nachweisen können.

Was prüft der Test WiDaF? In 2 ½ Stunden müssen die Kandidaten 150 Multiple-Choice-Fragen aus unterschiedlichen Wirtschaftsbereichen und Situationen am Arbeitsplatz beantworten. Dabei werden die Bereiche Fachlexik, Grammatik, Leseverstehen und Hörverstehen überprüft. Der Test wird nur schriftlich durchgeführt und verzichtet auf mündliche Produktion. Der Schwierigkeitsgrad der Testaufgaben reicht von Niveau A2 bis C2 des Europäischen Referenzrahmens. Je nach Prüfungsleistung werden bis zu maximal 990 Punkte vergeben, es wird also nicht das Prüfungsergebnis bestanden bzw. nicht bestanden attestiert. Das Zertifikat liefert mit der erreichten Punktzahl auch eine Niveaubeschreibung auf der Basis der internationalen Niveaustufen und des Europäischen Referenzrahmens. Dies und die differenzierte Auflistung der Teilergebnisse auf dem Zertifikat gibt Aufschluss über die fachsprachlichen Stärken und Schwächen der getesteten Person und kann potenziellen Arbeitgebern als Einstellungskriterium dienen.

Wer kann den Test WiDaF ablegen? Der Test steht allen offen, die über allgemeine und berufsbezogene Kenntnisse der deutschen Sprache auf mindestens Mittelstufenniveau verfügen, ohne dass diese ihre Muttersprache ist. Er wurde von der Deutsch-Französischen Industrie- und Handelskammer 1996 in Paris aufgrund zahlreicher Anfragen von Unternehmen, die ein Instrument zur schnellen Leistungsmessung der berufsbezogenen Deutschkenntnisse eines Bewerbers oder Mitarbeiters suchten, konzipiert. Allein 2005 haben ca. 2.000 Kandidaten den Test WiDaF abgelegt. Bei französischen Wirtschaftsunternehmen gilt das WiDaF-Zertifikat als anerkannter Qualifikationsnachweis. 

Wer kann den Test WiDaF ablegen? Der Test steht allen offen, die über allgemeine und berufsbezogene Kenntnisse der deutschen Sprache auf mindestens Mittelstufenniveau verfügen, ohne dass diese ihre Muttersprache ist. Er wurde von der Deutsch-Französischen Industrie- und Handelskammer 1996 in Paris aufgrund zahlreicher Anfragen von Unternehmen, die ein Instrument zur schnellen Leistungsmessung der berufsbezogenen Deutschkenntnisse eines Bewerbers oder Mitarbeiters suchten, konzipiert. Allein 2005 haben ca. 2.000 Kandidaten den Test WiDaF abgelegt. Bei französischen Wirtschaftsunternehmen gilt das WiDaF-Zertifikat als anerkannter Qualifikationsnachweis.

Wo und wann können Sie den Test WiDaF ablegen? Wie bereits aus der Überschrift dieser Information hervorgeht, japanweit zunächst ausschließlich an der Universität Saga. Der Test kann dort bedarfsweise, d.h. bei ausreichender Teilnehmerzahl, jederzeit während der offiziellen Vorlesungszeit abgelegt werden.

Information und Anmeldung - Nähere Informationen zu den Testterminen erhalten Interessierte per E-Mail (oebel(at)cc.saga-u.ac.jp) beim Test WiDaF-Beauftragten Guido Oebel. Dorthin sind auch die formlosen Anmeldungen unter Angabe der persönlichen Daten (Name, Vorname, Geburtsdatum, -ort, Anschrift, „Deutsch“-Lernerbiographie) zu richten. Ausschließlich Anmeldungen in deutscher Sprache werden berücksichtigt Ein offizieller Nachweis deutscher Sprachkenntnisse ist nicht erforderlich. Der Test kann übrigens beliebig oft - ebenso wie zz. TestDaF – wiederholt werden.

Was kostet der Test? Zurzeit beläuft sich die Einschreibegebühr auf 130,- Euro, was beim aktuellen Wechselkurs etwa 21.000,- Yen entspricht. Die Gebühr ist unmittelbar nach Anmeldebestätigung in bar per Einschreiben zu entrichten.

Wie kann man sich vorbereiten? Das IIK Düsseldorf hat freundlicherweise einen Mustertest mit Lösungsschlüssel im pdf-Format ins Netz gestellt, der unter: aufgerufen, ausgedruckt und bearbeitet werden kann.
Zudem ist 2000 bei Langenscheidt Das Testbuch Wirtschaftsdeutsch: Training WiDaF (Autoren: Margarete Riegler-Poyet, Jürgen Boelcke, Bernard Straub und Paul Thiele) erschienen. Es beinhaltet einen Übungsteil und einen Modelltest (Testbuch, 143 S. ISBN 3-468-49846-2; 10,95 Euro); dazu ist eine Hörkassette / CD erhältlich (ISBN 3-468-49843-8; 69’50 min.; 9,95 Euro).

Guido Oebel

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Und was bleibt vom Deutschlandjahr?

Vom Projekt zum Buch – Das unbekannte Deutschland in Japan: Geschichte einer Spurensuche 

Welches Deutschland haben Sie im Kopf? Wussten Sie, dass es Deutschland ganz in Ihrer Nähe gibt? Entdecken Sie mit uns das unbekannte Deutschland!

Es begann in Hokkaido.

Nach der Fußballweltmeisterschaft in Japan und Korea 2002 war Fußball in aller Munde und das Schneefest in Sapporo überraschte mit Oliver Kahn als großer Eisskulptur. Ein paar Schritte weiter stieß man auf den „Maibaum“, ein Geschenk der Partnerstadt München. Beim Versuch, ihn in voller Größe zu fotografieren, konnte man der riesigen WELLA-Werbung im Hintergrund nicht entkommen… „Ist das nur ein Zufall oder finden sich noch mehr deutsche Spuren im japanischen Alltag?“, fragten sich die Studierenden der Philosophischen Fakultät an der Universität Hokkaido und beschlossen, eine Sonderausgabe ihrer deutschsprachigen Studenten-Zeitung zum Thema „Deutschland in Japan“ herauszugeben. Die Recherchen zeigten bald, dass es viel mehr Material als erwartet gab und diese einzelne illustrierte Zeitschrift nur ein Anfang sein konnte. Eine Idee war geboren und die erste Sonderausgabe konnte auf dem Lektorentreffen des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) bei der Herbsttagung des Japanischen Germanistenverbandes (JGG) 2003 in Sendai präsentiert werden. Mit Blick auf das nahende Deutschlandjahr fanden sich spontan Lehrende von verschiedenen Einrichtungen mit Interesse an einem japanweiten Zeitungsprojekt. Weitere Aufrufe zur Teilnahme erfolgten im Lektorenrundbrief (Nr. 22, Dezember 2003), in Foren und E-Mail-Listen.

„Spurensuche: Deutschland in Japan“

Unter diesem Titel entstand schließlich ein offizielles Projekt mit Unterstützung des DAAD, des Goethe-Instituts Tokyo (GI) und des Verbands Deutsch-Japanischer Gesellschaften (VDJG). In der Folge trugen Deutschlerner in verschiedenen Regionen Informationen übe die ersten zehn Zeitungen an einem Projektstand präsentiert werden. Es wurde gelesen, geblättert, gestaunt und gelacht. Im Erfahrungsaustausch mit den einzelnen Projektleitern konnten Fragen geklärt und Vorbehalte ausgeräumt werden. Man tauschte Lehrmethoden für unterschiedliche Klassengrößen oder Sprachniveaus aus und schließlich kamen weitere Kollegen für die Mitarbeit dazu. Auf diese Weise wuchs das Projekt beständig und es galt zu überlegen, wie die Vielfalt an Spuren sowie die mit der Zusammenstellung der einzelnen Zeitungen verbundene Mühe und Hingabe festgehalten werden könnten. Wäre dies nicht auch für einen breiteren Leserkreis interessant und für den Einsatz im Unterricht geeignet? Zusätzliche Beiträge von Lehrenden und Lernenden vervollständigten die deutsche Landkarte von Japan und so entstand anstelle der ursprünglich geplanten deutschsprachigen Broschüre ein zweisprachiges Buch. Insgesamt gingen 254 Beiträge ein von 312 Beteiligten von 17 Universitäten, einer Oberschule sowie einem Abendkurs im Rahmen der Erwachsenenbildung. Davon wurden 105 ausgewählt, ins Japanische übersetzt und in 14 thematisch geordneten Kapiteln zusammengestellt. Für die „visuellen“ Lerner gibt es am Anfang eines jeden Kapitels eine Collage aus deutschen Fundsachen zum Thema, und im gesamten Buch zusätzliche Wegweiser zu weiterführenden Spuren und detaillierten Informationen.

Nachhaltigkeit

Über die Dokumentation interkultureller Entdeckungen und studentischer Leistungen hinaus lädt der vorliegende Band nicht nur Interessierte zum Blättern ein, sondern kann als Lehrmaterial dienen und lässt Deutsch- oder Japanischlehrende auch weiterhin von dem Spurensuche-Projekt profitieren. Zu diesem Zweck wird einführend die thematische Zusammenstellung der einzelnen Kapitel erläutert und im Abschnitt „Zur Arbeit mit dem Buch“ folgt eine Auswahl einschlägiger Erfahrungen von Projektleitern und studentischen Redakteuren, komplettiert durch Tipps und Anregungen für den Einsatz des Kompendiums im sprach- oder kulturvergleichenden Unterricht.

Die Deutsche Bibliothek - CIP/Einheitsaufnahme: Deutsche Spuren in Japan: Ein interkulturelles Kompendium. Deutsch-Japanisch zweisprachige Ausgabe. Ottrau: Schenk 2006. (Serie Inter Cultura; Bd. 1) ISBN 3-9811045-0-1 (nach dem neuen System ab 2007: ISBN 978-3-9811045-0-9). Bestellung in deutscher, japanischer oder englischer Sprache bei: shuppanschenk(at)gmx.net.  oder in Japan bei der Goethe-Buchhandlung Tokyo: goethebk(at)blue.ocn.ne.jp

Christine Kühn

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doitsunet.com . . . oder was vom Deutschlandjahr übrigblieb

Die Japanisch-Deutschen Gesellschaften klagen über Mitgliederschwund. Die Nippon Carl Duisberg Gesellschaft (NCDG) sowie die Koordinationsstelle für Praktika (KOPRA) haben gerade ihre Büros in Tokyo geschlossen. Deutsche Nachrichtensendungen verschwinden aus dem japanischen Fernsehen. Steht es wirklich so schlecht mit dem gegenseitigen Interesse? - Nicht unbedingt. Die Initiative Doitsunet konnte ihre Mitgliederzahl im letzten Jahr von etwa 3000 auf über 7000 mehr als verdoppeln.

Was genau ist und macht Doitsunet?

Bei Doitsunet handelt es sich um die „Community“ der in Tokyo lebenden Deutschen sowie der an Deutschland interessierten Japaner. Wenn zum Beispiel ein deutscher Student für ein Praktikum nach Japan kommt, dann versteht er zunächst die Sprache nicht, hat keinen Freundeskreis und kämpft mit Alltagsproblemen wie Handykauf etc. Auf der anderen Seite gibt es genug Japaner, die gerne das im Unterricht gelernte Deutsch anwenden wollen und ständig auf der Suche nach „Language Exchange“-Partnern sind. Die Plattform Doitsunet stellt nun den Kontakt zwischen beiden Gruppen her und erzeugt somit Synergien.

Wie sieht das Ganze in der Praxis aus?

Jeder kann bei Doitsunet mitmachen, die Mitgliedschaft ist kostenlos. Interessierte können sich auf www.doitsunet.com für den Mitglieder-Newsletter registrieren und erhalten daraufhin ein- bis zweimal im Monat Informationen zu Veranstaltungen bzw. Treffen per E-Mail. Unsere Events sind für beide Seiten gleichermaßen interessant. Ob man nun zusammen etwas kocht oder zu Sportveranstaltungen geht, gemeinsam zum Oktoberfest oder ins Kino geht, wichtig ist immer das Miteinander von Japanern und Deutschen.

 Gleichzeitig will Doitsunet auch ein wenig mehr deutsche Kultur importieren. Die Japaner feiern zwar Halloween und St. Patricks Day, die wenigsten haben jedoch schon mal vom deutschen Karneval oder von Ostern gehört. Als Doitsunet vor kurzem die „Karneval in Tokyo“-Faschingsparty in der Deutschen Botschaft veranstaltete, feierten und tanzten knapp 300 Deutsche und Japaner in den verrücktesten Maskierungen und erzeugten eine Stimmung wie auf einer deutschen Unifete.

Auch Hanami, Hanabi oder einfach mal eine spontane Party am Ufer des Sumidagawa, bei der alle Gäste (wie in Deutschland oft üblich) ihr Essen und Trinken selber mitbringen, erfreuen sich immer wieder reger Beteiligung.

Wer plant die Doitsunet Veranstaltungen?

Am Anfang lag die Arbeit ganz bei der kleinen Gruppe der Gründer. Mittlerweile kommen auch von den Mitgliedern immer mehr Ideen, so dass es uns mit Sicherheit in den nächsten Jahren nicht langweilig werden wird. Es ist immer wieder überraschend, wie motiviert sich die einzelnen Mitglieder einbringen, so dass vieles schon fast von selbst läuft. Das Wir-Gefühl am Ende eines Events kann man vergleichen mit dem Sieg einer Fußballmannschaft. Das macht natürlich allen sehr viel Spaß.

Seit wann gibt es Doitsunet eigentlich und wie hat alles begonnen?

Doitsunet wurde 2003 von einer Gruppe deutscher und japanischer Studenten gegründet, die teilweise als Praktikanten an den Vorbereitungen des Deutschlandjahres beteiligt waren. Ein großes Problem aus unserer Sicht war, dass gerade die besten Veranstaltungen häufig nicht für die breite Masse zugänglich waren. Außerdem gab es nur wenige Veranstaltungen, die das Miteinander von Japanern und Deutschen förderten. Diese Rolle hat Doitsunet übernommen.

Wurde ein falsches Deutschlandbild präsentiert?

So kann man das nicht sagen. Aber es gibt in Japan zwei Extreme: Zum einen existiert bei älteren Japaner immer noch das Bild eines Volkslieder singenden Deutschland, welches manche Japanisch-Deutsche Gesellschaften immer noch fördern, um ihre Mitglieder nicht zu verlieren. Andererseits ist auch die Kultur, die von deutscher Seite in Japan präsentiert wird, oft nicht repräsentativ für das, was junge Leute im Moment in Deutschland wirklich interessiert. Doitsunet möchte gerade junge Leute erreichen und steht deshalb für das junge, freche Deutschland, was sehr gut ankommt.

Außerdem werden die japanischen Teilnehmer bei uns nicht in die Zuschauerrolle gedrängt, sondern aktiv am Geschehen beteiligt. Dadurch müssen sie sich mit den Deutschen nicht zuletzt auch sprachlich auseinandersetzen. Es ist immer wieder überraschend, wie schnell das Selbstbewusstsein und in der Folge die sprachlichen Fähigkeiten zunehmen. Doitsunet knüpft genau da an, wo die Arbeit der Sprachinstitute endet, nämlich bei der Anwendung, außerhalb des Klassenzimmers und in lockerer Atmosphäre.

Wie sieht die Zukunft von Doitsunet aus?

Als nächstes wollen wir die Brücke nach Deutschland bauen. Obwohl ein Aufenthalt im englischsprachigen Ausland heute schon fast im Lebenslauf eines jeden Uniabsolventen steht, sind die Hürden für einen Japanaufenthalt immer noch sehr hoch. Wir wollen zusammen mit Botschaft, Goethe Institut, DAAD etc. daran arbeiten, dass in Zukunft mehr junge Leute den Sprung nach Japan wagen und wollen ihnen zum Beispiel bei Visafragen, Wohnungssuche, Praktika, Homestay etc. helfen. Als erste Informationsquelle gibt es dafür seit kurzem das Doitsunet-Forum.

Was will Doitsunet den Deutschlehrern von Hokkaido bis Okinawa sagen?

Es wäre natürlich schön, wenn sich die Präfekturen außerhalb Tokyos mit Einträgen ins Forum oder auch mit Stammtischen oder anderen gemeinsamen Events an unserer Arbeit beteiligen würden und sich das Netz über ganz Japan spannen ließe. Wer Interesse hat, sollte uns einfach kontaktieren, wir stehen sehr gerne mit Rat und Tat zur Seite. Unter http://www.doitsunet.com finden Sie dazu Informationen in deutscher und japanischer Sprache.

Stefan Hauser

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Aus „jo“ wird „jun“: Neue Berufsbezeichnungen für Hochschulangehörige

Für fest angestellte Lehrkräfte an japanischen Hochschulen gab es immer vier Besoldungsgruppen: Auf der untersten Stufe steht der Assistent (joshu, Englisch: assistant), dann kommt der Lektor (kôshi, lecturer), darüber der Außerordentliche Professor (jokyôju, associate professor), und schließlich der Professor (kyôju, professor). Diese Bezeichnungen werden schon viele Jahrzehnte verwendet und stammen noch aus einer Zeit, als die meisten Professoren Lehrstuhlinhaber mit zahlreichen Assistenten waren. Inzwischen hat sich die Hochschullandschaft aber gewandelt und die meisten Lehrenden sind nicht in einen Lehrstuhl eingebunden. So sind auch die Bezeichnungen joshu und jokyôju, die beide das Kanji jo (=helfen) enthalten, nicht mehr passend, da sie niemandem helfen, sondern selbstständig arbeiten.

Zwei Änderungen traten im April dieses Jahres in Kraft: Erstens wurde die Besoldungsgruppe joshu aufgeteilt in einen jokyô, der der untersten Stufe der selbstständig arbeitenden Lehrkräfte entspricht, und in einen (neuen) joshu, der als Assistent in Arbeitsgruppen und Lehrstühlen vor allem in der Forschung tätig sein soll. Die zweite Änderung betrifft alle Außerordentlichen Professoren, denn ihre japanische Bezeichnung wurde von jokyôju in junkyôju und damit von „Hilfs-Professor“ in „Semi-Professor“ geändert. Das Zeichen jun ist auch für japanische Kollegen sehr ungewohnt, einige benutzen teilweise, was die gleiche Bedeutung (quasi, semi, associate) hat.

Ob diese Änderungen sinnvoll und notwendig sind, darüber kann man streiten. Seit die staatlichen Hochschulen 2004 in selbstständige Körperschaften umgewandelt worden sind, sind die Beamten im Kultusministerium wohl nicht mehr so isogashii und haben sich dann als Beschäftigungstherapie offenbar diese Namensänderungen ausgedacht. Andererseits ist aber auch nicht auszuschließen, dass ein hochrangiger Beamter vor kurzem Vorsitzender der japanischen Visitenkarten-Drucker-Vereinigung geworden ist (amakudari!) und dann seinem neuen Arbeitgeber einen Gefallen tun wollte – immerhin müssen sich jetzt 38.845 a. o. Professoren neue Visitenkarten drucken lassen!

Japanische Termini in Kanji:

(Quelle für die 38.845 jokyôju: http://www.mext.go.jp/b_menu/toukei/001/06080115/006/hi0015.xls

Oliver Mayer

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Didaktikecke

Das duale System – Mülltrennung im Deutschunterricht alternativ mit Ralf Sögel

Kurz zu meiner Person: Ich bin Studentin an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf und habe im Winter 2006 ein DaF-Praktikum an der Ryukyu-Universität in Okinawa absolvieren können. Während des Praktikums habe ich in verschiedenen Deutschkursen hospitiert und später auch selbstständigen Unterricht gegeben. So habe ich z.B. in einem Kurs „Landeskunde“ das Thema „Mülltrennung in Deutschland“ behandelt.

Dieser Kurs „Landeskunde“ bestand aus fünf Teilnehmern, die alle bereits etwas fortgeschrittene Deutschlerner sind (2./3. Lernjahr). Als Thema für diesen Kurs hatte ich mir die Mülltrennung ausgesucht. Ich wollte aber nicht ein weiteres, Klischee-bedienendes Bild der Deutschen als die perfekten und tadellosen Mülltrenner malen, sondern die Teilnehmer dazu bringen, etwas kritischer in Hinblick auf dieses Thema zu werden. Darum suchte ich mir das Lied „Das duale System“ von Ralf Sögel aus. In diesem Lied geht es um einen Umweltsünder, der seinen Müll extra falsch trennt und dabei noch sehr fröhlich zu sein scheint. Der Schlagersänger Ralf Sögel ist eine Figur aus der NDR-Hörfunk- Comedyreihe „Stenkelfeld“, in der anhand einer fiktiven norddeutschen Kleinstadt allerlei Unarten satirisch aufs Korn genommen werden. Das Lied ist auf der 8. Stenkelfeld-CD „Und jetzt kommen Sie!“ von 2001 enthalten (vgl. auch den Wikipedia-Eintrag unter http://de.wikipedia.org/wiki/Stenkelfeld).

Zunächst wollte ich das bereits vorhandene Wissen der Teilnehmer über die Mülltrennung in Deutschland aktivieren (siehe Stundenfahrplan unten, 4). Auf die Frage, was bereits über die Mülltrennung in Deutschland bekannt sei, erhielt ich „Pfandflaschen“, „Der Müll wird irgendwie sortiert“ und schließlich den „grünen Punkt“ zur Antwort. Das waren die Stichworte für den nächsten Schritt. Ich teilte die vorbereitete Auflistung von Müllbehältern und –sorten aus (s. unten, 2) und besprach kurz mit den Teilnehmern das duale System. Danach gingen wir genauer auf die Mülltrennung ein und welche Arten von Müll man in welchen Abfallbehälter werfen sollte.

 Ich hatte vorher die verschiedenen Abfallbehälter in klein aus bunter Pappe gebastelt und dazu ein bisschen „Müll“ vorbereitet. Bei der Bildersuchfunktion von Google findet man nach Eingabe von „Grünglas“, „Weißglas“, „Batterien“ usw. schnell geeignete Bilder, die auf dickem Papier ausgedruckt handliche „Müllstücke“ für diese Unterrichtsaktivität ergeben.

 Bei der Vorbereitung habe ich darauf geachtet, dass für jeden Behälter mindestens ein Abfallprodukt vorhanden war und dass es alle Abfallsorten gab, die in dem Lied „das duale System“ vorkommen. Die Teilnehmer „warfen“ nun gemeinsam den Müll in die als passend erkannten Abfallbehälter. Dies ging problemlos und als der Müll getrennt war, konnten wir mit unserem Lied beginnen, denn das einschlägige Vokabular wie auch das System an sich war „begriffen“ worden.

Ich teilte den Liedtext aus und spielte das Lied dazu ab. Die Melodie in der Art eines fröhlichen irischen Volksliedes schien allen sehr gut zu gefallen, aber vom Text wurde noch nicht viel verstanden, bzw. eigentlich gar nichts, denn das Vokabular ist vielfältig und es treten auch eine Reihe flapsiger Redewendungen auf. Eine sinnvolle Möglichkeit wäre hier, mehr mit japanischen Annotationen zu arbeiten. Stattdessen übersetzten die Teilnehmer zu zweit bzw. allein einzelne Abschnitte ins Japanische. Je mehr wir den Text übersetzten, desto mehr war das Entsetzen der Teilnehmer zu spüren. Die Reaktionen reichten von einem zaghaften Lächeln bis zu empörten Ausrufen wie „Trennt man den Müll in Deutschland nicht?“, „Schmeißen etwa alle den Müll einfach so weg?“.... Das Klischee war ins Wanken geraten. Ich erklärte den verstörten Teilnehmern, dass die meisten Deutschen ihren Müll schon sorgfältig trennen und dass in dem Lied ein Extremfall beschrieben wird. In der Anwendungsphase bat ich die Teilnehmer, gemeinsam einen Brief an „Herrn Sögel“ zu schreiben, in dem sie ihre Meinung über sein Verhalten zum Ausdruck bringen. Zunächst herrschte Stille. Dann fingen die Teilnehmer an zu schreiben: „Sehr geehrter Herr Sögel, vielen Dank für das schöne Lied.“ Ich war etwas verwirrt, versuchte aber, mir nichts anmerken zu lassen. Dann fuhren sie fort: „Wir finden aber den Text schlecht.“ Ich atmete erleichtert auf. Die Teilnehmer diskutierten noch ein bisschen und schrieben den Text als Hausaufgabe zu Ende. Auf die Frage, wie den Teilnehmern der Unterricht gefallen hätte, antworteten alle positiv. Der Unterricht sei interessant gewesen, lehrreich und hätte Spaß gemacht. Als ein negativer Punkt wurde der Schwierigkeitsgrad des Textes genannt: Der Text sei schwer zu verstehen gewesen, da er sehr umgangssprachlich geschrieben ist. Außerdem wäre das Lied sehr schnell gesungen gewesen, so dass die meisten Teilnehmer Schwierigkeiten beim Hörverständnis hatten . Aber mit etwas Mühe und dem Übersetzen in Gruppen ließ sich dieses Problem in den 90 Minuten doch noch in den Griff bekommen.  

Basisinformationen und Materialien

Mülltrennung in Deutschland: Das duale System
In Deutschland gibt es das duale System. Auf vielen Verpackungen und Behältern steht der grüne Punkt. Dieser zeigt, dass die Verpackung wiederverwertet werden kann. Der Verbraucher trennt seinen Hausmüll. Der Müll gelangt in die entsprechende Verwertungsanstalt und dort wird z.B. aus alten Zeitschriften wieder neues Papier hergestellt

Arbeitsblätter zum runterladen:
1. Welcher Müll gehört wohin? (Für einleitende Aktivität und als Vokabelentlastung) - Word 31 KB
2. Liedtext: „Das duale System“ (von Ralf Sögel / Stenkelfeld) - Word 55 KB
3. Bildmaterial: verschiedene Abfälle zum ausschneiden - Word 684 KB
4. Bildmaterial: verschiedene Mülltonnen zum ausschneiden - Word 146 KB

Christiane Radermacher

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Rezensionen

Deutsch mit D-Pop

Suzuki, Yasushi; Hosaka, Kazunori; Nakamura, Mitsuo & Hayashi, Hisahiro (2006), Deutsch mit D-POP. Tokyo: Dogakusha (ISBN 4-8102-0725-0, 71 S. + xii, 2.500¥; Begleitmaterial: Musikkassette: 2.520¥).


Endlich! Meines Wissens erstmals haben diese vier Autoren – erstaunlicherweise übrigens allesamt japanische Kollegen – meinen lang gehegten eigenen Wunsch in die Tat umgesetzt und damit eine bislang beklagenswerte Marktlücke auf dem japanischen Deutsch-Lehrbuchmarkt geschlossen: die Erstellung und Herausgabe eines Unterrichtswerkes mit modernen deutschsprachigen Liedtexten. Was für das Englische bereits seit längerer Zeit gang und gäbe ist, (vgl. Kadoyama & Capper 2001; Kumai & Timson 2003; Moriguchi & Kimura 2002; Mosher & Uosaki 2005; Nema & Smillie 2005; Okino et al. 2000; Someya et al. 2001; Tsudo 2001), wird mit Erscheinen dieses Deutsch-Lehrbuches auch im DaF-Bereich endlich hoffähig.

Nachfolgend eine Übersicht zu den Lektionsinhalten des Lehrbuches Deutsch mit D-POP, den abgedruckten Liedtexten und deren InterpretInnen:

Lektion InterpretInnen Liedtitel Lektionsthema Seite
Einführung Die Fantastischen VierNena MFG
  Liebe ist
Alphabet
Ausspracheübung Intonation Satzmelodie
vii-x xi-xii
1 Blümchen Er liebt mich Personalpronomina im Nom.; reg. Konj. 1-4
2 Juliane Werding Die Antwort weiß ganz allein der Wind Deklination aller Genus Sg./Pl.; def./ Demonstrativartikel 5-8
3 Nena The Beatles Du kennst die Liebe nicht  Sie liebt mich Indef.-/Possessivart.; n-Dekl.; Dat./Akk.- Personalpronomina 9-14
4 The Beatles Silbermond Komm gib mir deine Hand  Mach's dir selbst Deklination unreg. Verben; Imperativ 15-20
5 Nena 99 Luftballons (Wechsel)Präpositio-
nen; Kardinalzahlen
20-23
6 Böhse onkelz Heilige Lieder Adjektivdeklination;
Ordinalzahlen
24-28
7 Samajona Spinnst du? Modalverben; FuturI 29-32
8 Münchener Freiheit Ohne dich ( schlaf' ich heut' Nacht nicht ein) Trennbare Verben; Infinitiv mit zu 33-36
9 Rosenstolz Paff, der Zauberdrachen Präteritum; Partizip Perfekt 37-40
10 Juli Space Kelly Geile Zeit Die schönsten Mädchen gibt es in Amsterdam Perfektbildung sein/haben;
Adjektivkomparation
41-47
11 Band ohne namen 2raumwohnung Take my Heart Wir erinnern uns nicht Nebensatzbildung mit
Konjunktion; Personal- vs. Reflexivpronomina
47-52
12 Klee Für alle, die Relativsätze, -pronomina 53-56
13 Nena Guten Abend, gute Nacht Zustandspassiv vs. Vorgangspassiv 57-60
14 Blümchen Wär' ich du Konditionalsätze, Konjunktiv II, indirekte Rede, Konjunktiv I 61-65
Index     Grammatik/Lied -interpretInnen 66-67
Verbliste     Stammformen 68-71

 Es ist eine tolle Idee, die Deutschlernenden bei der i. d. R. ersten Konfrontation mit dem deutschen Alphabet musikalisch darauf einzustimmen (Die Fantastischen Vier – MfG: vii) und anschließend bereits die deutsche Satzmelodie zu üben (Nena – Liebe ist: xi). Es bedarf keiner großen Vorstellungskraft, dass bei der Zielgruppe japanischer 18-jähriger Erstsemester ein solcher Einstieg in die deutsche Sprache über moderne Musiktitel begeistert aufgenommen wird.

Die Auswahl der Liedtexte unter dem Aspekt der Übertragbarkeit des Vokabulars mit den jeweiligen Grammatikkapiteln ist wirklich gut gelungen. Aufgrund der Komplexität der behandelten Grammatikthemen und der steilen Progression eignet sich das Lehrbuch wohl eher zum Einsatz über den Zeitraum von vier Semestern, während ich das Durcharbeiten innerhalb lediglich eines Studienjahres für eine Überforderung der Deutschlernenden hielte. Im Anschluss an jeden Liedtext schließt sich eine Art „Discographie“ der jeweiligen InterpretInnen an, was sicherlich die Studierenden dazu veranlasst, sich auch über das Lehrbuch hinaus mit deutscher Popmusik zu beschäftigen.

Ich empfehle dieses gut gelungene Deutsch-Lehrbuch unbedingt zum Einsatz – sei es als ausschließliches oder ergänzendes Lehrwerk – im universitären Deutsch-Unterricht in Japan.

Literaturhinweise

Guido Oebel

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Deutschland und Japan bis 1945 – eine Schicksalsgemeinschaft?

Japanese-German Relations. War, diplomacy and public opinion. Hg. v. Christian W. Spang u. Rolf-Harald Wippich (= Routledge Studies in the Modern History of Asia, 35). London . New York 2006. 222 S., gebunden, 70 englische Pfund.

Zwei Kollegen haben mit der Herausgabe des vorliegenden Sammelbands nicht nur erstmalig wesentliche Aspekte der deutsch-japanischen Geschichte des 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts in englischer Sprache erschlossen, was das Thema für den historischen, politologischen und kokusai kankei-Unterricht an japanischen Universitäten öffnet. Sie haben darüber hinaus auch für des Deutschen und/oder Japanischen Kundige, die also die Möglichkeit der Sichtung der einschlägigen Spezialliteratur haben, eine komprimierte, faktenreiche und eigenen Unterricht unterstützende Darstellung vorgelegt. Allein schon der das Werk einleitende Überblick von Spang und Wippich ist ein eigenständiges kleines Juwel mit enormer Informationsdichte. Insgesamt zehn japanische und deutsche Autoren beleuchten in zehn weiteren Beiträgen die keineswegs immer problemlos verlaufenen deutsch-japanischen Beziehungen seit dem Beginn der japanischen Landesöffnung kurz nach der Mitte des 19.Jahrhunderts.

„Die Preußen Asiens“

Die verbreitete Ansicht, Deutschland und Japan („die Preußen Asiens“) seien sich zumindest historisch irgendwie ähnlich, wird präzisiert. Die Deutschen wurden geradezu klischeehaft von einem japanischen Deutschlandreisenden 1902 so beschrieben: „Aufrichtig, ehrlich, treu – diese drei Tugenden machen historisch die Deutschen aus und charakterisieren ihr Benehmen im Alltag. Die Mitglieder einer jeden Klasse arbeiten treu, um ihre Pflicht zu erfüllen entsprechend ihres Platzes in der Gesellschaft.“ (S.22) – ein geradezu spiegelbildliches Abbild des Gesellschaftsbildes eines konservativen Japaners projiziert auf das fremde Land, in dem er eine Seelenverwandtschaft zu entdecken meinte, die auch oft zu einer Schicksalsgemeinschaft stilisiert worden ist.

Gemeinsam war beiden Ländern der Status des Spätankömmlings im „Club“ der etablierten imperialistischen Mächte der Welt: Es ging um den sprichwörtlichen „Platz an der Sonne“, und wegen der großen geografischen Entfernung bestand wenig Gefahr, dass sich die beiden Länder ins Gehege kommen würden. Dazu fanden erste japanische Gesandtschaften in Deutschland heraus, dass dieses attraktiv sein könnte als ein „advanced workshop for Japan´s modernization“ (Spang/Wippich, S.1). Dem stand anfangs noch Bismarcks Ablehnung gegenüber, sich in exotischen Erdteilen zu engagieren, außerdem die Tendenz Deutscher (und anderer Westmächte), den Japanern ein Ansehen als Gleichwertige zu versagen. Akira Iikura erhellt in seinem Beitrag sehr genau, welchen Schaden der kaiserliche „Amateur-Diplomat“ Wilhelm II. mit seinem in Japan sehr wohl registrierten häufigen Gerede von einer „gelben Gefahr“ anrichtete – Japan warf sich 1902 in eine Allianz mit Deutschlands Rivalen England, die direkt zu Japans Angriff auf die deutsche Kolonie Tsingtau in China 1914 und zur Verbringung von rund 5000 deutschen Soldaten in japanische Kriegsgefangenenlager führte. Gleichzeitig fragt sich der moderne Leser, ob man in Deutschland heutzutage wirklich überall frei von rassistischen Vorurteilen und bereit ist, Japaner und andere Asiaten als gleichberechtigt zu akzeptieren, ob man also aus der Geschichte gelernt hat.

Tôkyô - Berlin - Rom

Japan und Deutschland gingen dann, jeder für sich, aber mit einigen vergleichbaren Elementen, den Weg in Militarismus, Totalitarismus und eine aggressive Eroberungspolitik, die für beide 1945 in einer endgültigen, katastrophalen Niederlage endete. Besonders kontrovers kann die von ihren Gegnern als sehr bedrohlich empfundene Zusammenarbeit der Achse Tokyo-Berlin(-Rom) in der NS-Zeit gesehen werden, deren reale, vor allem militärische Konsequenzen aber wegen der großen räumlichen Entfernung relativ gering blieben. Allerdings ist es eine der großen Herausforderungen kontrafaktischer Geschichtsbetrachtung, sich zu überlegen, welche Folgen ein japanischer Angriff 1941 nicht auf die USA, sondern den Osten der Sowjetunion gehabt hätte. Dass er ausblieb, beleuchtet Japans Willen zu einem eigenen Weg und wohl auch das in Japan schon damals nachweisbare Misstrauen gegenüber dem schlimmsten Element der nationalsozialistischen Ideologie, dem Rassenwahn und -mord. In der Tat fiel es NS-Ideologen schwer zu erklären, warum gerade die asiatischen Japaner von dem verächtlichen Denken ausgenommen sein sollten. Entsprechende Passagen fanden sich dann auch nicht in den japanischen Übersetzungen von Hitlers „Mein Kampf“ (S.16). Im Zusammenhang mit der NS-Zeit beleuchtet Christian W. Spang seinen zweiten Beitrag Karl Haushofer (1869-1946), einen der führenden zeitgenössischen deutschen Ideologen, der seinerseits von Ostasien (Japan) beeinflusst war.

Ideologischer Schulterschluss

Trotz Bemühungen und einiger Affinitäten gelang der ideologische Schulterschluss zwischen Japan und Deutschland nicht. Selbst wenn man verzweifelte Propagandaversuche wie die kleine Schrift „Die Samurai“ aus dem Hause Himmler/SS oder Filme wie Arnold Fancks „Die Tochter des Samurai“ (1937) mit einbezöge, bleibt die Feststellung, trotz der Ernennung der Japaner zu „Ehrenariern“ (S.12) wären die Beziehungen in dieser Zeit substanzlos geblieben (S.15), im Großen und Ganzen zutreffend.

 Dieses Urteil untermauert auch Gerhard Krebs´ Beitrag, der nachfragt, inwiefern die NSDAP 1940-41 ein Modell für Japans „Neue politische Ordnung“ sein konnte. Trotz einer oft beschworenen „Schicksalsgemeinschaft“ der drei Achsenmächte Deutschland, Italien und Japan, die eine ähnliche Ideologie verfolgten und sich gemeinsamen Gegnern gegenübersahen, kam es jedoch nicht zu einer Imitation der deutschen oder italienischen Version der Einheitspartei in Japan, sondern zu einer eigenständigen japanischen Spielart.

Unwillkürlich fragt man sich, ob denn in unserer Zeit wirklich viel mehr Substanz bei den offiziellen Beziehungen vorhanden ist. Konkrete politische Ziele, außer der Aufnahme in den Weltsicherheitsrat sowie einige wolkige, allgemeingültige Zielbeschreibungen, haben Deutschland und Japan nicht allzu viele gemeinsam. Wenn man sich wenig zu sagen hat, kann man auch nett sein… Im entscheidend wichtigen Bereich, der Wirtschaft, treten beide Länder sogar als erbitterte Konkurrenten gegeneinander auf. Falls es also wirklich eine deutsch-japanische „Schicksalsgemeinschaft“ gab/gibt, dann hat sie inzwischen dazu geführt, dass beide Länder sehr ähnliche Exportstärken und Importbedürfnisse haben. Ein Beitrag zum Thema der historischen Entwicklung der wirtschaftlichen Beziehungen wäre ein Desiderat für Spangs und Wippichs Band gewesen.

 Dass das Urteil über die deutsch-japanischen Beziehungen nun doch nicht ganz so beklemmend ausfällt, liegt an zwei Bereichen: Neben dem militärischen mit seinen Verästelungen, die von Sven Saaler (Armeebeziehungen in der Meiji- und Taishozeit), Berthold J. Sander-Nagashima (Marinekontakte), Nobuo Tajima (Nachrichtendienste) und Bernd Martin (Kooperation bei der Entwicklung bakteriologischer und chemischer Waffen, dieses natürlich ein dunkles Kapitel) betrachtet werden, spiel(t)en vor allem Wissenschaft, Bildungswesen und Kulturaustausch eine große Rolle in den Beziehungen beider Länder. Der Reigen deutscher HochschullehrerInnen in Japan reicht von den ersten beiden oyato gaikokujin, zwei deutschen Medizinern an der Tokyo-Universität 1872, über viele weitere deutsche Lehrer in den 1880ern und 90er bis hin zu der Zwischenkriegszeit. In diesen Weimarer Jahren kam Wissenschaftlern neben Kulturinstitutionen wie der OAG eine überragende Rolle zu, die heute wenigstens ansatzweise mit der hohen Zahl von weit über 200 deutschsprachiger HochschullehrerInnen an japanischen Universitäten fortgesetzt wird. Tetsuro Kato beleuchtet auch die Gegenrichtung in den 1920er und 30er Jahren: Mithilfe interessanter Grafiken (S.124f.) gibt er Auskunft über Zahl und Betätigung japanischer Forscher in Europa zu dieser Zeit und belegt Deutschlands wissenschaftliche Stellung in diesen Jahrzehnten. Gerhard Schepers´ Beitrag widmet sich dem Phänomen des Imports „exotischer“ Motive in die deutsche Literatur zu Beginn des 20.Jahrhunderts. Rolf-Harald Wippichs Studie über die vorübergehende Japan-Begeisterung wenigstens bei Teilen der deutschen Bevölkerung anlässlich des Japanisch-Chinesischen Krieges 1894/95 festigt den Eindruck, dass es über die offiziellen Beziehungen hinaus bereits sehr früh eine gewisse Breitenwirkung der Kulturbeziehungen gibt, die unabhängig von den Verirrungen offizieller Politik und von wirtschaftlicher Konkurrenz ist und bis heute in Deutschland anhält (Manga, Anime und andere Filme, aber auch schöne Künste, Kampfsportarten, Kulinarisches). Man fragt sich, welche deutschen Kulturexporte neben der klassischen Musik in Japan auf eine ähnliche Breitenwirkung stoßen.

Fazit

 Ein äußerst materialreiches, phasenweise spannend zu lesendes Buch, das zum Nachdenken über die deutsch-japanischen Beziehungen – damals wie heute –- anregt. Wegen des doch beträchtlichen Preises scheint der Sammelband prädestiniert zu sein für einen dezenten Hinweis an die Anschaffungs¬abteilung der eigenen Universitätsbibliothek… Oder man hofft auf eine, nach Auskunft eines der Herausgeber mögliche, Taschenbuchausgabe.

Till Weber

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Termine und Hinweise

Termine 2007

08. Juni 2007 (Fr) Frühjahrstreffen der deutschsprachigen Hochschullehrer und -lehrerinnen
Tokyo
Info bei Anne Gellert: gellert(at)daadjp.com
09. / 10. Juni 2007 Frühjahrstagung der Jap. Ges. für Germanistik (JGG)
Univ Tokyo, Komaba-Campus
Info unter: http://www.jgg.jp/
14. Juni 2007 TestDaF-Prüfung
Dokkyo Universität
Ausführliche japanische Informationen und Anmeldezeiten zum TestDaF an der Dokkyo finden Sie unter: http://www.dokkyo.ac.jp/goken/testdaf/index.htmloder bei Prof. Dr. Angelika Werner: angelika(at)dokkyo.ac.jp
Vorsicht: Die Anmeldezeiten an der Dokkyo stimmen nicht immer genau mit den auf der TestDaF HP an-gegebenen Terminen überein!
23. Juni (Sa) Workshop: Technische Hilfen für Übersetzer (Software und Internet). Veranstaltung von DAAD, OAG u. Keio Research Center for Foreign Language Education, Hiyoshi
Tokyo, Keio, Hiyoshi Campus
Info bei Anne Gellert: gellert(at)daadjp.com

Weitere Veranstaltungshinweise finden Sie auf der Homepage der Lektoren in Japan: http://www.deutsch-in-japan.de/

Informationen zu DAAD-Stipendien und anderen DAAD-Programmen sowie Bewerbungsunterlagen finden Sie unter http://tokyo.daad.de/japanese/jp_index.htm (für Japaner) und unter http://tokyo.daad.de/german/de_index.htm (für Deutsche)

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Stand: 15.05.2007 rd